Das Tansania Projekt Teil 2

Darum handelt es sich bei unserem Tansania Projekt Teil 2

Mitte 2021 kamen Anfragen aus Eritrea und Tansania für den Umbau von konventioneller auf biologische, regenerative Landwirtschaft mit Effektiven Mikroorganismen. Ich habe für die Länder ein Konzept erstellt und wurde von einer in Tansania ansässigen Kooperative beauftragt, die Umstellung vorzunehmen.  Im Dezember war es dann soweit – Ich flog nach Tansania um meine Arbeit aufzunehmen. Die ersten Mikroorganismen wurden angesetzt undauf die Felder ausgebracht.

Die Kooperative wird geleitet von Lukas Röhrenbach.

Lukas kommt aus Tübingen in Deutschland und hat Bioenergie und Sustainable Energie Competence studiert. Er arbeitete zwei Jahre am Fraunhofer Institut für Bioverfahrenstechnik in Stuttgart und ein und halb Jahre für ein Startup der Firma Solargrid in Tansania. Er betreut verschiedene Projekte und ist für das Aflii Center for Women Empowerment in Mtwara mitverantwortlich. Mtwara liegt ganz im Süden von Tansania am Meer und an der Grenze zu Mosambik. Er leitet das Team der Rainbow Garden Village in Tansania und hat die Aflii Foundation mitgegründet.

Mehr über die Projekte von Lukas und seiner Frau erfahrt Ihr über die Homepage von Aflii:

So geht es weiter

Lukas betreut 1000 Landwirte, die im Schnitt 1 bis 4 ha bewirtschaften. Die Landwirte leben überwiegend von dem Verkauf von Cashewnüssen. Die Cashewnüsse werden in einer Fabrik in Mtwara für Europa und Asien weiterverarbeitet. In dieser Fabrik arbeiten 500 Menschen, überwiegend Frauen. Wenn die Produktion der Nüsse zurückgeht oder die Qualität leidet, verlieren diese Menschen ihren Arbeitsplatz. Meist werden die Farmen, die nicht vergleichbar mit unseren Feldern sind, von älteren Menschen bewirtschaftet, die teilweise die anstehenden Arbeiten nicht mehr erledigen können. Deshalb wurde die Idee geboren, den Farmern einige Arbeiten (wie z. B. Düngen und Spritzen) abzunehmen, so dass sie nur noch ernten müssen. Um aber ernten zu können, muss unter den Bäumen alles sauber sein, damit man die Frucht mit den Nüssen aufsammeln kann. Bisher wurde das Gras und „Unkraut“ mit Round Up vernichtet und die Bäume gegen Mehltau oder Insekten mit chemischen Pflanzenspritzmitteln tot gespritzt. Unterstützt wird dieser Wahnsinn von „Green Farming“, was gut klingt, aber eine Initiative der Bill und Melinda Gates Stiftung ist, die ganz Afrika in ihre Abhängigkeit und totale Überwachung durch Satelliten bringen möchten. Mehr zu GreenFarming auf meinem Blogbeitrag: „Tansania Projekt Teil 1“ (Bitte Teil 1 verlinken)

 

Das Resultat dieser widersinnigen und gegen die Natur gerichteten Maßnahmen ist, dass massive Ernteausfälle zu beklagen sind. Die Menschen, die mit diesem Giftcocktail in Berührung kamen, sind teilweise krank geworden. Das Wasser wurde schwer belastet, die Artenvielfalt mit Bienen und Insekten hat massiv gelitten, der Geschmack der Nüsse hatte sich negativ verändert. Cashewnüsse aus dieser Region galten als die Besten der Welt wegen ihrer Größe und des Geschmacks.

 

Die eingeleiteten Maßnahmen sind ganz einfach. Nach Besichtigung der Farmen und Rücksprache mit den Farmberatern der Regierung sowie den Landwirten, wurde anstelle Round Up die Sense eingesetzt. Jetzt wird das aufkommende Unkraut vor der Ernte abgemäht und als Mulchmaterial um die Bäume liegen gelassen. Über das grüne Mulchmaterial und Laub werden die Mikroorganismen (z. B. sEM Garten) direkt im Anschluss an den Mäharbeiten gespritzt. Diese Maßnahme verhindert, dass Fäulnisprozesse und Pilze aufkommen. Gleichzeitig wird das Material schneller zu Humus umgewandelt und die Nährstoffe stehen den Bäumen für eine ertragreiche Ernte zur Verfügung. Dadurch wird sich auch wieder die Größe und der Geschmack der Cashewnüsse verbessern. Zusätzlich habe ich vor Ort EM KompostTee und ein pflanzliches Spritzmittel fermentiert. Diese sind ähnlich den Produkten der Eußenheimer Manufaktur EM 500 und EM Mehltau. EM KompostTee und das pflanzliche Spritzmittel (in Tansania wurde es EM Spice getauft) wird nun auf die Bäume gespritzt um als natürliches, biologisches Pesti- und Herbizid zu wirken.

Die Arbeiter, die diese Mittel spritzten, waren begeistert und haben es gleich mal getrunken, nachdem ich einen kräftigen Schluck genommen hatte.

Insgesamt habe ich 4000 l EM in Tansania vor Ort fermentiert. Pro ha werden 50 l EM KompostTee, 40 l sEM Garten, wie es in der Eußenheimer Manufaktur heißt, sowie 10 l biologisches Pflanzenspritzmittel benötigt. Die Mitarbeiter von Lukas wurden von mir angeleitet, wie sie die Mikroorganismen vermehren müssen, damit alle Farmen in dem Projekt von der Umstellung profitieren können. Ziel ist es, noch mehr Landwirte auf regenerative Landwirtschaft mit Effektiven Mikroorganismen umzustellen. Ein großes Problem hierfür sind die finanziellen Mittel. Die Menschen sind teilweise so arm, dass sie sich die Maßnahmen nicht leisten können und die Einkünfte immer geringer werden, da die Bäume nicht mehr so viele Nüsse tragen.

 

Mein Spruch ist immer jeder Quadratmeter zählt“.

Für nur 25 Euro pro ha (das sind 0,0025 Euro pro qm und Jahr) können wir es schaffen, die Landwirte in Afrika auf biologische, regenerative Landwirtschaft mit EM umzustellen.

Diese Umstellungsmaßnahmen haben folgende Vorteile:

  • Humusaufbau für nachfolgende Generationen. Ohne Humus kein Wachstum
  • Stärkung des Wasserhaltevermögens der Böden
  • Minimierung von Schädlings- und Pilzbefall
  • Gesunde Pflanzen
  • Gesunde Menschen
  • Keine Belastung der Umwelt und des Trinkwassers
  • Menschen können sich von den Erträgen der Farm ernähren
  • Beschäftigungsgarantie für die Cashewnuss Produktion (zur Zeit ca. 500 Menschen)
  • Anreiz für junge Menschen wieder eine Farm zu betreiben
  • Perspektiven, um nicht nach Europa auszuwandern
  • 3 t Co² Speicherung durch Aufbau von Terra Preta => Stichwort Klimaerwärmung
  • Linderung von Armut

Viele Menschen sind in Europa privilegiert. Ich sehe uns als Menschenfamilie auf dieser kleinen Erde, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe, Religion und neuerdings noch von dem Impfstatus.

Corona hat auch gezeigt, dass viele Menschen sich der wahren Werte wieder bewusst werden. Liebe, Mitgefühl, Dankbarkeit, Glauben an das Gute, gegenseitige Hilfe. 

Du kannst mithelfen, wenn Du wie ich, zu den privilegierten Menschen in diesem Leben, auf diesem Planeten zählst. Schon mit einer kleinen Spende oder einer Mitgliedschaft in meinem Verein, hilfst Du, die Welt ein Stück weit besser zu machen. Sie hat es nötig!

Auch in Europa gilt es wieder Leben in die Böden zu bekommen und Humus aufzubauen. Die von mir beschriebenen Maßnahmen könnten weltweit umgesetzt werden.

Spenden für eine nachhaltige Zukunft unserer Erde mit Effektiven Mikroorganismen. 

Für die Menschen, für die Natur, für die Tiere – für unsere Zukunft! 

Mit deiner Spende unterstützt du gemeinnützige Projekte weltweit, sowie die Forschung aus dem Bereich Mikrobiologie. Mit Spenden und dem Beitrag können wir Baumpflanzaktionen starten, Kindergärten und Schulen mit EM-Startersets ausrüsten und Vieles mehr.

Für jeden Beitrag bedanken wir uns ganz herzlich!

Spendenkonto:

EM Bakterienfreunde

Raiba Bodensee-Leiblachtal eGen

BIC: RVVGAT2B431 IBAN: AT29 3743 1000 0623 4629

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